Reverse Mortgage

Immer mehr Rentner setzen auf das Modell Reverse Mortgage zur Altersabsicherung

Reverse Mortage ist eine spezielle Form der Hypothek und wird zunehmend auch für deutsche Rentner interessant. Das Prinzip dieser „Rückwärtshypothek“ wurde in den USA entwickelt und erfreut sich langsam auch hierzulande wachsender Beliebtheit. Da viele Rentner über festgesetztes Kapital in Form einer Immobilie verfügen aber zunehmend mit schrumpfenden Renten rechnen müssen, bietet sich diese Form der Immobilien-Beleihung unter gewissen Voraussetzungen an.

Wie funktioniert eine Rückwärtshypothek?

Im Gegensatz zu einer konventionellen Hypothek bei der ein Eigentümer einen Kredit über mehrere Jahrzehnte bei einem Kreditinstitut oder einer Bank tilgt, funktioniert eine Rückwärtshypothek wie der Name bereits vermuten lässt, genau anders herum. Hier wird dem Immobilieneigentümer ein monatlicher Betrag in Form einer Rente ausgezahlt, wenn dieser der Bank oder dem Kreditinstitut im Gegenzug sein Haus überschreibt. Ein lebenslanges Wohnrecht bleibt dabei bestehen, erst bei Tod des Rentenempfängers geht das Haus in den Besitz der Bank.

Startschwierigkeiten auf dem deutschen Markt

Auch wenn das Prinzip der Rückwärtshypothek schon seit Jahren in anderen Ländern erfolgreich zum Einsatz kommt, steckt der deutsche Markt für diese Zusatzrente noch beinahe in den Kinderschuhen. Bislang gab es Akzeptanzprobleme oder schlichtweg keinen Bedarf für derartige Finanzprodukte, aufgrund der bislang guten Altersabsicherung in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Viele Finanzdienstleister sind in den letzten Jahren an dieser fehlenden Akzeptanz gescheitert und haben sich wieder aus diesem Marktsegment zurückgezogen. Mittlerweile sind einschneidende Umbrüche im Renten und Sozialsystem eingetreten, sodass immer mehr Rentner auf zusätzliche Einnahmen im Alter angewiesen sind. Ein Unternehmen welches hierzulande eine solche Hypothek anbietet ist die Alpenkasse Finanz AG.

Alpenkasse Finanz AG

Als einer der wenigen Anbietern auf dem deutschen Markt bietet die Alpenkasse Finanz AG eine Rückwärtshypothek in Form einer Immobilienrente an. Das Produkt der Alpenkasse nennt sich ImmoRente und ist in zwei verschiedenen Varianten erhältlich. Bei der ImmoRente L bekommt der Rentner ganz klassisch einen gewissen Betrag bis zum Ende seines Lebens ausgezahlt. Zusätzlich gibt es die ImmoRente Z welche zeitlich begrenzt ist. Wenn man beispielsweise schon absehen kann, dass die Immobilie ohnehin innerhalb eines gewissen Zeitraumes verlassen werden soll, etwa durch den Umzug in ein Pflegeheim oder zu Verwandten, kann man mit der ImmoRente Z deutlich höhere monatliche Beträge beziehen. Nach Ablauf der Frist geht die Immobilie in den Besitz der Alpenkasse Finanz AG über.

Ausblick

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland und den schmaler werdenden gesetzlichen Rentenkassen ist davon auszugehen, dass sich das Modell der Rückwärtshypothek als Instrument zur Altersabsicherung etablieren wird. Staatliche Instrumente wie die Riester Zusatzrente haben in der Vergangenheit nicht für genügend Absicherung sorgen können und haben dementsprechend versagt. Natürlich ist auch eine Rückwärtshypothek kein Allheilmittel, dennoch bietet sich eine solche Hypothek an, besonders für Rentner die ihre gewohnte Umgebung im Alter nicht verlassen wollen.

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