Privatkredite als Ergänzung zum Wertpapierportfolio

Was in den angelsächsischen Ländern schon lange Tradition besitzt, die professionelle Kreditvergabe von privat an privat, gewinnt auch in Deutschland immer mehr Freunde. Hier sind es allerdings nicht die Banken, die Kreditnehmer und Geldgeber zusammenbringen, sondern Onlineplattformen. Wer einen Kredit sucht, benötigt auch einen oder mehrere Partner, die ihm Geld leihen. Wer Geld verleiht, will damit in der Regel auch wieder Geld verdienen. Mit Kreditplattformen ist eine neue Anlageklasse entstanden.

Privatkredite – ein Portfolio ohne Kursschwankungen

Wer in Privatkredite investiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass seine Gelder, ähnlich wie bei einem Festgeld, gebunden sind. Auf der anderen fließen ihm aber bereits ab dem ersten Monat wieder Teilbeträge zurück, die Bindung ist also nicht so absolut, wie bei Termingeldern. Auf der anderen Seite unterliegen Kredite an privat im Gegensatz zu Aktien keinen Kursschwankungen. Privatkredite bieten sich zu Zeiten niedriger Zinsen auf dem Kapitalmarkt als hervorragende Ergänzung zum Wertpapierdepot an. Wer bereits ein Depot hat und nicht alle Gelder in Aktien anlegen möchte, mag im Moment ob der Tagesgeldzinsen die Nase rümpfen. Festgelder verzinsen nicht viel besser, sind aber gebunden. Ähnlich wie bei Wertpapieren lässt sich ein Kreditportfolio ebenfalls nach Laufzeiten und Risiken strukturieren. Die Plattformbetreiber unterscheiden ihre Darlehensnehmer nach Bonitätsklassen, je schwächer die Bonität ausfällt, um so höher ist die Rendite für den Investor.

Kredite vs. Aktien – Kontinuität vs. Kurspotential

Wer sich bereits mit Aktien beschäftigt, oder beispielsweise über http://www.brokervergleich.net/ gerade auf der Suche nach einem Depot ist, weiß, dass Aktien recht lebhaft sein können, damit aber auch Kurspotentiale besitzen. Nicht jeder Anleger sucht unbedingt ausschließlich Papiere, die Dividenden zahlen, sondern möchte auch von der einen oder anderen Kursrallye profitieren. Das Thema Dividenden hat durch die Deutsche Bank einen ganz eigenen Geschmack bekommen. Wer hier an einen sicheren Ertrag dachte, wurde im Februar 2016 eines Besseren belehrt. Der deutsche Branchenprimus hat nach dem schlechtesten Geschäftsjahr seiner Geschichte die Dividendenzahlungen vorübergehen eingestellt. Gerade für konservative Aktionäre stellt dies eine bittere Angelegenheit dar. Wer solchen bösen Überraschungen gegensteuern möchte, kann sich mit Kreditbeteiligungen eine solide und kalkulierbare Alternative schaffen. Die mittlere Bonitätsstufe der Darlehensnehmer verzeichnet dabei den größten Zulauf bei den Geldgebern. Das offensichtlich ausgewogene Chance-Risiko-Profil zieht die meisten Anleger an, während bessere Bonitäten eine deutlich geringere Nachfrage auf ihre Kreditgesuche hin verzeichnen. Waren Kreditplattformen zu Beginn ein Tummelplatz von Darlehensnehmern, welche bei den Banken keine Chance auf Geld hatten, bevorzugen immer mehr Verbraucher auch mit sehr guter Bonität diese Form der Geldaufnahme. Es findet sich also für jeden Anleger etwas.

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